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DRK Wasserwacht Sachsen unterstützt humanitären Rettungseinsatz in Griechenland

Flüchtlingsdrama vor Lesbos: Sächsische Rettungs-Jet-Skis (RWCs) sollen helfen Menschenleben zu retten.

Einsatzteam von links: Kai Kranich (Erkundungsleiter), Lars Werthmann (Koordinator), Joachim Weiß (Ausbilder Wasserrettung)

Übung mit einem Rescue Water Craft

PRESSEMITTEILUNG

Eine Ausbildungsmission der DRK Wasserwacht Sachsen führt drei Rotkreuzmitarbeiter auf die griechische Insel Lesbos. Die Rettungskräfte werden u.a. Mitglieder der spanischen Hilfsorganisation „Pro Activa Open Arms“ auf sogenannten Rescue Water Crafts ausbilden. Durch die Erkundung der Lage vor Ort und den Kontakt zu örtlichen Einsatzkräften, wird das Team darüber hinaus Bedarfe für spätere Hilfeleistungen ermitteln.

Rescue Water Crafts (RWC) werden durch eine sächsische Firma in der Oberlausitz aus normalen Jet-Ski zu modernen Wasser-Rettungsmitteln ausgebaut. Die RWC werden durch die DRK Wasserwacht in sächsischen Gewässern bereits erfolgreich eingesetzt.

Getragen durch eine internationale Stiftung sind zwei RWC an „Pro Activa Open Arms“ übergeben worden. Pro Activa leitet einen multinationalen Einsatz freiwilliger Helfer. Die sächsischen Retter werden ab dem 9. März sechs Tage lang die Helfer im Umgang mit den RWC einweisen. In Griechenland sollen die Sondereinsatzfahrzeuge die Such- und Rettungsaktivitäten effizient verstärken, um schiffbrüchige Flüchtlinge, insbesondere im Küstenbereich, aus Seenot zu retten. Für Nachteinsätze sind die RWC zusätzlich mit Suchscheinwerfern und Positionslichtern ausgestattet.

Als Fachberater Wasserrettung der DRK Wasserwacht Sachsen gehört Joachim Weiß zum Team, welches die Einsatzkräfte vor Ort im sicheren Umgang mit den neuartigen Rettungsfahrzeugen schulen wird. "Gutes Material und die spezielle Ausbildung haben auf Lesbos Priorität, denn engagierte Menschen sind bereits auf den Inseln", so Weiß.

Hintergrund
Die Insel Lesbos ist ein Hotspot der Flüchtlingsroute über das Mittelmeer nach Europa. Täglich landen tausende Menschen an der teilweise steil abfallenden Küstenlinie. Im Januar und Februar kamen bereits etwa 73.000 Flüchtlinge von der nahen Türkei auf diese Weise auf die Insel. Unfälle, das Kentern der oft seeuntauglichen Boote und sogar Todesfälle sind dabei an der Tagesordnung.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Torsten Wieland, Pressreferent des DRK Landesverband Sachsen e.V., unter 0351/ 4678 103 oder t.wieland@drksachsen.de Sollten Sie an einer Berichterstattung Einsatzes interessiert sein, beachten Sie bitte unsere nachfolgenden Pressemitteilungen bzw. fragen Sie gezielt an. Dazugehöriges Bildmaterial werden wir auf der Homepage des www.drksachsen.de im Bereich Pressebilder zum Download einstellen.

8. März 2016 08:23 Uhr. Alter: 1 Jahre