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Ausbildungsinhalte Rettungstauchen

Ausgewählte Aspekte der Ausbildungs- und Prüfungsvorschrift Tauchen

Im Ausbildungsbereich Tauchen gibt es, abgesehen von weiterführenden Zusatzausbildungen, 3 Grundqualifikationen:

  • den Signalmann (diese Bezeichnung gilt auch für weibliche Personen),
  • den Taucher oder besser gesagt, den Rettungstaucher und
  • den Ausbilder Tauchen.

Die Ausbildungs- und Prüfungsvorschrift Tauchen APV-T legt detailliert fest, wie man diese Qualifikationen erwirbt. Man kann Rettungstaucher werden, ohne zuvor den Signalmannschein zu erwerben. Die folgenden Aufzählungen für den Signalmann, Taucher und Ausbilder Tauchen lassen genügend Raum für sehr zu empfehlende Rückfragen bei mir. Wenn Du Interesse an einer Ausbildung hast, kontaktiere bitte den Dir nächstgelegenen Ausbilder oder mich. Meine Kontaktdaten findest Du auf der Homepage.

Tauchgänge dürfen nur gemacht werden, wenn die gesundheitliche Eignung nach G 31 vorliegt. Die jährliche Untersuchung wird von speziell dafür berechtigten Ärzten (zumeist Arbeitsmediziner) durchgeführt und üblicherweise nicht von der Krankenkasse bezahlt. Zu den medizinischen Daten gehören auch Blutwerte und Röntgenbefunde der Lunge. Es empfiehlt sich, im Vorfeld zu klären, ob diese Daten im Zuge der eigentlichen Untersuchung ermittelt werden oder bereits vorliegen müssen. Der selbstdurchschreibende Untersuchungsbogen Überdruck nach G31 kann z.B. über eine DRK-Beschaffungsstelle bezogen werden; einige Ärzte halten ihn auch vor.

Für die Ausbildung werden die folgenden Unterlagen und Vordrucke benötigt. Die Vorschriften sind in der Reihenfolge ihrer Wertigkeit aufgezählt. Die Dienstvorschrift Tauchen muß mit dem Inkrafttreten der in Überarbeitung befindlichen APV-T geändert werden. Vom Ausbilder werden darüber hinaus in 1 bis 2 Unterrichtseinheiten relevante Punkte des ADR, der GGVSE und diverser Betriebssicherheitsverordnungen vermittelt, die den Umgang und Transport von unter Druck stehenden Teilen unserer Ausrüstung betreffen.

Lehrbuch:
- Lehrbuch „Tauchen im Rettungsdienst“ von Cletus Weilner, 7. überarbeitete Auflage 2009, Herausgeber Bayerisches Rotes Kreuz, München 2008, ISBN 3-981217-0-4

Vorschriften:
- GUV-Regel (Download Tauchen); wasserwachtübergreifend, bundesweit geltend
- Ausbildungs- und Prüfungsvorschrift (Download Tauchen); wasserwachtspezifisch, bundesweit geltend
- Dienstvorschrift Wasserwacht (Download Allgemeines); wasserwachtspezifisch, gültig für Sachsen
- Dienstvorschrift Tauchen (Download Tauchen); wasserwachtspezifisch, gültig für Sachsen

Vordrucke:
- Formblatt T 1-P (Download Tauchen) für Signalmänner oder
- Formblatt T 2-M und T 2-P (Download Tauchen) für Taucher oder
- Formblatt T 3-P (Download Tauchen) für Ausbilder Tauchen
- Untersuchungsbogen „Überdruck“ (Grundsatz G 31) für Taucher

Signalmann
vor Beginn der Ausbildung:
- Nachweis der Mitgliedschaft in der Wasserwacht (z.B. Übergabe Kopie Dienstbuch)
- Vollendung des 15. Lebensjahres
- bei Minderjährigen Übergabe der schriftliche Genehmigung eines Erziehungsberechtigten
- Übergabe einer Kopie der formlosen Bestätigung der gesundheitlichen Eignung (bitte GUV-R 2101 Punkt 5.5.1 beachten)

Absolvierung von 20 Ausbildungseinheiten á 45 Minuten

vor Beginn der Prüfung:
- Übergabe einer Kopie der Urkunde des Deutschen Rettungsschwimmerabzeichens mindestens in Silber und nicht älter als 2 Jahre oder einer vergleichbaren gültigen Qualifikation - Übergabe einer Kopie der Urkunde Erste-Hilfe-Grundausbildung nicht älter als 2 Jahre oder der Urkunde Erste-Hilfe-Training nicht älter als 1 Jahr oder einer vergleichbaren gültigen Qualifikation
- Übergabe einer Kopie der Urkunde Sanitätsausbildung  oder einer vergleichbaren gültigen Qualifikation
- Übergabe einer Kopie einer Funkeinweisung
- Übergabe des vollständig vorbereiteten Formblattes T 1-P

Prüfung spätestens 1 Jahr nach dem Abschluß der Ausbildung:
- Praxis nach Formblatt T 1-P
- schriftlich: 25 Fragen in 90 Minuten; bestanden ab 75% richtiger Antworten
- mündlich: bei 66,6% bis 74,9% richtiger Antworten in der schriftlichen Prüfung 5 Fragen aus allen Gebieten der Ausbildung; bestanden ab 75% richtiger Antworten

Taucher

vor Beginn der Ausbildung:
- Übergabe des vollständig ausgefüllten Formblattes T2-M
- Nachweis der Mitgliedschaft in der Wasserwacht (z.B. Übergabe Kopie Dienstbuch)
- Vollendung des 15. Lebensjahres
- bei Minderjährigen Übergabe der schriftliche Genehmigung eines Erziehungsberechtigten
- Übergabe einer Kopie der gültigen gesundheitlichen Eignung nach G31 (bitte GUV-R 2101 Punkt 5.4.2 beachten)

Absolvierung von 105 Ausbildungseinheiten á 45 Minuten
- Sporttauchern, vergleichbar CMAS* können 25 Ausbildungseinheiten erlassen werden
- Sporttauchern, vergleichbar CMAS** können 50 Ausbildungseinheiten erlassen werden
- Sporttauchern, vergleichbar CMAS*** können 75 Ausbildungseinheiten erlassen werden

vor Beginn der Prüfung:
- Übergabe einer Kopie der Urkunde des Deutschen Rettungsschwimmerabzeichens mindestens in Silber und nicht älter als 2 Jahre oder einer vergleichbaren gültigen Qualifikation - Übergabe einer Kopie der Urkunde Erste-Hilfe-Grundausbildung nicht älter als 2 Jahre oder der Urkunde Erste-Hilfe-Training nicht älter als 1 Jahr oder einer vergleichbaren gültigen Qualifikation
- Übergabe einer Kopie der Urkunde Sanitätsausbildung oder einer vergleichbaren gültigen Qualifi-kation
- Übergabe einer Kopie einer Funkeinweisung
- Übergabe einer Kopie des Logbuches mit mindestens 30 Tauchstunden unter Einsatzbedingungen
- Übergabe eines Paßbildes
- Übergabe des vollständig vorbereiteten Formblattes T 2-P

Prüfung spätestens 1 Jahr nach dem Abschluß der Ausbildung:
- Praxis nach Formblatt T 2-P - schriftlich: 40 Fragen in 120 Minuten; bestanden ab 75% richtiger Antworten
- mündlich: bei 66,6% bis 74,9% richtiger Antworten in der schriftlichen Prüfung 5 Fragen aus allen Gebieten der Ausbildung; bestanden ab 75% richtiger Antworten
- als einzige Ausnahme darf der gültige Tauchschein von autonomen Leichttauchern der Bundeswehr, der Polizei, der Feuerwehr, von Forschungstauchern, Berufstauchern und Rettungstauchern anderer Hilfeleistungsunternehmen nach einer Einweisung in die Vorschriften ohne Prüfung umgeschrieben werden Ausbilder Tauchen

vor Beginn der Ausbildung:
- Übergabe einer Kopie des gültigen Tauchscheines der Wasserwacht mit 30 m - Freigabe
- Nachweis der Mitgliedschaft in der Wasserwacht (z.B. Übergabe Kopie Dienstbuch)
- Vollendung des 18. Lebensjahres
- Übergabe einer Kopie der gültigen gesundheitlichen Eignung nach G31 (bitte GUV-R 2101 Punkt 5.4.2 beachten)

Absolvierung von Ausbildungseinheiten nach Maßgabe des Ausbilders, dabei insbesondere
- Selbststudium weiterführender Fachliteratur
- Erwerb eines Pädagogiknachweises Erwachsenengerechte Unterrichtsgestaltung
- Organisation und Durchführung von Theorie- und Praxisausbildungen und Absolvierung einer Lehrprobe

vor Beginn der Prüfung:
- Übergabe einer Kopie der Urkunde des Deutschen Rettungsschwimmerabzeichens mindestens in Silber und nicht älter als 2 Jahre oder einer vergleichbaren gültigen Qualifikation - Übergabe einer Kopie des Logbuches mit mindestens 100 Tauchgängen einschließlich Nacht-, Tief- und Strömungstauchgängen mit einer Mindesttauchzeit von 60 Stunden unter Einsatzbedingungen
- Nachweis der bestandenen Lehrprobe
- Übergabe von 3 methodischen Präsentationen (Lehrunterlagen mit Methodik- und Zeitspalte) - Übergabe des vollständig vorbereiteten Formblattes T 3-P

Prüfung spätestens 1 Jahr nach dem Abschluß der Ausbildung:
- Praxis nach Formblatt T 3-P
- schriftlich: 20 Fragen in 120 Minuten; bestanden ab 75% richtiger Antworten - mündlich: bei 66,6% bis 74,9% richtiger Antworten in der schriftlichen Prüfung 5 Fragen aus allen Gebieten der Ausbildung; bestanden ab 75% richtiger Antworten